Sauberkeit ist nicht alles – so gehen Sie beim Aquarium-Reinigen richtig vor

Auch das beste Hightech-Aquarium ist vor Verschmutzung nicht sicher. Grundsätzlich ist eine komplette Reinigung des Aquariums nur in Ausnahmefällen nötig, aber trotzdem muss man gelegentlich das  Aquarium reinigen, damit die Bewohner auch weiterhin gesund bleiben. Bei der Reinigung ist natürlich vor allem der Bereich innerhalb des Aquariums wichtig, aber damit das Aquarium für den Betrachter ansprechend aussieht, muss es natürlich auch von außen gereinigt werden. Als Reinigungsmittel empfiehlt sich ein mildes, natürliches Mittel, wie z.B. Wiener Kalk, denn es könnten Rückstände ins Wasser gelangen. Putzen Sie die Scheiben vorsichtig, damit Sie sie nicht beschädigen.

Wohin mit den Fischen?

Die größte Frage: wohin mit den Fischen? Ganz einfach: sie bleiben wo sie sind. Die Fische reagieren sehr sensibel auf Änderungen in ihrer Umgebung und sollten nur in großen Notfällen aus dem Becken entfernt werden. Gehen Sie beim Aquarium Reinigen behutsam vor, damit Sie die Fische nicht verletzen. Arbeiten Sie immer ruhig und konzentrieren Sie sich auf einen Bereich, damit die Fische eine Rückzugsmöglichkeit haben.

Das Wasser langsam austauschen

Grundsätzlich wird das Wasser von Filtern vom gröbsten Schmutz befreit, trotzdem muss möglichst wöchentlich das Wasser ausgetauscht werden. Das Wasser darf niemals komplett gewechselt werden, denn ein Aquarium befindet sich in einem empfindlichen Gleichgewicht. Die Fische mit komplett neuem Wasser zu konfrontieren ist ein großer Schock, den viele der Tiere nicht überleben. Das Wasser darf also beim Aquarium Reinigen immer nur teilweise ausgewechselt werden. Es dürfen nicht mehr als 30% des Wassers gewechselt werden, damit das Gleichgewicht erhalten bleibt. Im Tierladen gibt es spezielle Aufbereiter, die das neue Wasser optimal für die Fische vorbereiten. Falls Sie störenden Schmutz im Aquarium schwimmen sehen, greifen Sie einfach kurz zum Kescher und fischen Sie ihn heraus.

Den Aquariumfilter nicht zu gründlich säubern

Beim Filter sollten Sie es mit der Sauberkeit nicht übertreiben. Die Bakterien im Wasserfilter gehören mit zum natürlichen Gleichgewicht des Aquariums und sollten nicht beseitigt werden. Nur wenn die Leistung des Filters stark nachlässt oder er verstopft ist, sollte er gereinigt werden und auch dann nicht komplett. Tipp: Wenn sie die Filterteile mit Wasser aus dem Aquarium reinigen und dieses danach zurück schütten, bleiben die wichtigen Bakterien erhalten. Nur die Filtermatten sollten Sie gelegentlich austauschen, wenn sie zu stark verklebt sind.

Schlamm und Algen entfernen

Grundsätzlich sollte der Schlamm nur entfernt werden, wenn er sich zu schnell ausbreitet, denn wie immer gilt: auch der Schlamm gehört zum Ökosystem im Aquarium. Beim Aquarium Reinigen können Sie Schlamm vorsichtig mit einem Aquariensauger absaugen, aber erschrecken Sie die Fische dabei nicht. Störendender Schlamm lagert sich besonders in den Ecken des Aquariums ab. Ihn zu entfernen ist eher eine optische Angelegenheit, denn grundsätzlich schadet er den Beckenbewohnern nicht. Schlammige Steine sind aber natürlich unschön anzusehen. In solchen Fällen können sie große schlammbedeckte Steine säubern, sollten dabei aber sehr langsam vorgehen. Immer nur wenige Steine aus dem Becken nehmen, abwischen und danach direkt zurück ins Becken legen. Warten Sie mehrere Tage, bevor sie weitere Steine reinigen.

Übermäßigen Algenbewuchs an den Wänden können Sie mit einem Reinigungsmagneten beseitigen. Diese bestehen aus einem kleinen mit Schwamm oder Tuch bedeckten Magnet, der mit einem passenden Gegenstück von der Außenwand des Aquariums aus dirigiert werden kann. Solche Magnete benutzen übrigens auch die Mitarbeiter in den großen Meeresaquarien für die Reinigung der Becken. Natürlich sind diese Versionen wesentlich größer.

Fazit: Grundsätzlich muss ein Aquarium zwar sorgfältig, aber nicht zu stark gereinigt werden, denn Algen, Schmutzpartikel und Bakterien gehören zum natürlichen Gleichgewicht des kleinen Lebensraumes.