Unterwasserwelt im Kleinformat – das Nano-Aquarium

Kleine Aquarien, die einen Wasserinhalt ab ca. 5 Liter fassen, werden auch als Nano-Aquarium bezeichnet.  Wer nicht viel Platz hat oder etwa im Büro ein Zweit-Aquarium aufstellen will, für den ist so ein Nano-Aquarium eine feine Sache. Allerdings ist der Planungsaufwand für ein solches Aquarium nicht zu unterschätzen. Gerade durch die geringe Größe machen sich Fehler bei der Planung besonders schnell bemerkbar. Deshalb sollten die Tiere und Pflanzen, die gemeinsam in einem Nano-Aquarium angesiedelt werden, besonders sorgfältig aufeinander abgestimmt sein.

Tiere im Nano-Aquarium

Auch in einem Nano-Aquarium können einfache Tiere angesiedelt werden. Es eignen sich dazu vorzugsweise wirbellose Tiere wie Garnelen, Schnecken, Stachelhäuter oder Zwergflusskrebse. Garnelen und Schnecken sind begeisterte Algenvertilger und helfen Ihr Nano-Aquarium sauber zu halten. Zwergflusskrebse sind interessant zu beobachten und haben den Vorteil tagaktiv zu sein. Fische sollten nicht in einem Nano-Aquarium angesiedelt werden.

Sollen die Tiere gut gedeihen, müssen die Pflanzen dementsprechend ausgewählt werden, da diese eben nicht nur dekorative Zwecke erfüllen, sondern für die Biosphäre im Aquarium von enormer Bedeutung sind.

Achtung: Ein Nano-Aquarium ist kein geschlossenes Öko-System. Auch wenn die Tiere ihren Nahrungsbedarf zumindest teilweise aus der Bepflanzung decken können, ist eine zusätzliche Fütterung notwendig.

Die Pflanzenlandschaft

Zunächst sollten Sie sich überlegen, ob Ihr Nano-Aquarium ausschließlich von Pflanzen bewohnt werden soll oder ob zusätzlich einfache Tiere angesiedelt werden sollen. Die Auswahl der Pflanzen muss sich dann nämlich nach den ausgewählten Tieren richten und nicht umgekehrt. So sind Moose beispielsweise ein idealer Partner für Garnelen.

Zum Einstieg in die Welt der Nano-Aquarien und zum Sammeln von Erfahrungen sind Aquarien zu empfehlen, die ausschließlich Pflanzen beherbergen. Man nennt ein solches Aquariun auch Pflanzenaquarium. Wer bei der Zusammenstellung Schwierigkeiten hat, kann für den Anfang eine komplette Pflanzenlandschaft auswählen, bei der die einzelnen Pflanzen dann optimal aufeinander abgestimmt sind. Die Pflanzenlandschaften für ein Nano-Aquarium sind selbstverständlich nicht so komplex und vielfältig wie das bei großen Aquarien der Fall ist. Eine zentrale Pflanze wird mit circa zwei oder drei weiteren Pflanzen kombiniert sorgt schon für ausreichenden Bewuchs. Auf diese Weise können Sie dann ideal Erfahrung mit dem Pflanzenaquarium sammeln, mit mehr Erfahrung können Sie Variationen in der Bepflanzung, größere Aquarien oder Aquarien mit Tieren anlegen.

Die Pflege des Nano-Aquariums

Auch wenn ein Nano Aquarium vergleichsweise weniger Arbeit macht als ein großes Aquarium sollte man den Pflegeaufwand realistisch einschätzen. Das Wasser muss aufbereitet werden, die Wassertemperatur muss den Bedürfnissen der Tiere und Pflanzen angepasst werden und auch Filterung und Beleuchtung müssen passen. Dennoch bietet gerade das Nano Aquarium einen faszinierenden Einblick in das komplexe Zusammenspiel der Arten in der Natur. Gerade, weil  wenige Spezies beteiligt sind, ist die Auswirkung einer Art auf den Gesamtzustand des Nano Aquariums entscheidend.