Effektiv gegen Algen im Aquarium vorgehen

Algen im Aquarium können sich zu einer lästigen Plage entwickeln. Eine starke Vermehrung von Algen ist in aller Regel ein Zeichen dafür, dass das Aquarium ökologisch aus dem Gleichgewicht geraten ist. Da ein zu starkes Algenwachstum die Wasserqualität und damit auch die Lebensbedingungen Ihrer Aquarienbewohner beeinträchtigt, sollten Sie diesem Thema die nötige Aufmerksamkeit widmen und gegebenenfalls frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten.

Vorbeugung und Gegenmaßnahmen bei starkem Algenwachstum

Eine wichtige Regel bei der Algenbekämpfung im Aquarium ist, dass es möglichst gar nicht erst zu einem übermäßigen Algenwachstum kommen sollte. In diesem Sinne sollten Sie auch auf vorbeugende Maßnahmen achten. So empfiehlt es sich beispielsweise, nicht zu viele Fische in ein Aquarium setzen und mit Dünger und Futtermitteln nicht allzu verschwenderisch umzugehen. Gegebenenfalls können Sie die Beleuchtungsdauer etwas reduzieren. Auch ein regelmäßiger Wechsel des Wassers wirkt dem Algenwachstum entgegen.

Bei der Algenbekämpfung ist es wichtig, dass Sie auch darauf achten, welche Algenarten in Ihrem Aquarium auftreten, denn gegen die einzelnen Arten sind teilweise unterschiedliche Bekämpfungsmaßnahmen notwendig. Von den Tausenden Algenarten, die in der Natur vorkommen, sind unter aquaristischen Aspekten vor allem die vier Hauptgruppen der Grün-, Rot-, Blau- und Kieselalgen von Interesse.

Chemie oder Natur – was wirkt am effektivsten?

Es gibt mehrere Wege um Algen zu bekämpfen. Auf chemischem Wege kann der Stoffwechsel der Algen gestört und in der Folge deren Vermehrung unterbunden werden. So gibt es beispielsweise chemische Präparate, die die Vermehrung und das Wachstum bestimmter Nitrat abbauender Bakterien stimulieren.

Chemische Präparate wirken oft schnell, aber nicht unbedingt dauerhaft. Zudem können Sie unerwünschte Nebenwirkungen haben, indem sie beispielsweise feingliedrige Pflanzen im Aquarium schädigen. Zudem verursachen Sie zusätzliche Kosten.

Wenn Sie Algen auf natürlichem Wege bekämpfen wollen, gibt es dafür mehrere Möglichkeiten: Sie können in Ihrem Aquarium verschiedene Tiere halten, die sich von Algen ernähren und den Algenbewuchs fressen. Beliebte Algenfresser sind zum Beispiel Fische wie Zwerg-Harnischwelse, Siamesische Saugschmerlen oder Siamesische Rüsselbarben, aber auch Garnelen und verschiedene Schneckenarten. Entscheiden Sie sich für diesen Weg, dürfen Sie dabei allerdings nicht die Besetzungsdichte Ihres Aquariums außer Acht lassen. Denn der erwünschte Effekt der Algenfresser wird nur dann eintreten, wenn sich der Nitratgehalt des Wassers durch sie nicht zu stark erhöht.

Selbst Hand anlegen ist unvermeidlich

Unabhängig davon, ob Sie sich für eine chemische oder natürliche Algenbekämpfung entscheiden, werden Sie es kaum vermeiden können, bei der Algenbekämpfung auch selbst Hand anzulegen. So können Algen an den Glaswänden des Aquariums mit einer (Rasier-)Klinge abgeschabt und entfernt werden.#

Achten Sie aber nicht nur auf die Scheiben, wo man die Algen meist besonders deutlich erkennt, sondern auch auf die in Ihrem Aquarium lebende Pflanzenwelt: Sind einzelne Pflanzen oder Blätter besonders stark von Algen befallen, so sollten Sie diese möglichst rasch aus dem Aquarium herausnehmen.