Den perfekten Aquarium Bodengrund auswählen

Viele angehende Aquarienfans interessieren sich vordergründig für die Fische und eventuell die Bepflanzung. Dass das Aquarium eine eigene Biosphäre ist, die auch funktionieren muss, wird dabei schon mal übersehen. Einer dieser Bestandteile des Aquariums, welcher seltener Beachtung findet, ist der über die Maßen wichtige Aquarium Bodengrund. Durch einen richtigen Aufbau beeinflusst dieser nicht nur das allgemeine Aussehen des Aquariums, sondern unterstützt das Pflanzenwachstum und die Gesundheit der Fische, also den Zustand des gesamten Ökosystems.

Welche Aufgaben hat ein Aquarium Bodengrund?

In einem richtig angelegten Aquarium Bodengrund leben eine Vielzahl von Bakterien, die giftige Stoffe von Pflanzenresten und Ausscheidungen der Fische zersetzen. Diese können aber nur im Bodengrund leben, wenn dieser entsprechend gewählt wurde. Dadurch entsteht eine Mikrozirkulation des Wassers, der Grund wirkt wie ein Biofilter. Unterstützende Wirkung kommt dabei durch eine Bodenheizung. Das wärmere Wasser steigt nach oben, während kälteres Wasser aus den oberen Schichten nach unten sinkt und die zu zersetzenden Giftstoffe in den Aquarium Bodengrund einbringt.

Außerdem wird so der Bodengrund auch mit Nährstoffen angereichert, die von den Pflanzen benötigt werden. Sind diese wiederum stark und gesund, geben sie den für die Fische lebenswichtigen Sauerstoff ins Wasser ab. Zudem hilft der richtig gewählte Aquarium Bodengrund den Wurzeln, sich gut verzweigen und verankern zu können.

Welche Materialien dürfen verwendet werden?

Die meisten Aquaristen schwören auf Kies. Je kleiner das Aquarium ist, desto feiner sollte die Körnung sein. Kies hat den Vorteil, dass das Wasser sehr gut zirkulieren kann. Dieser Effekt kann noch verstärkt werden, wenn zuerst eine Schicht poröses Vulkangestein eingebracht wird und darauf dann der Kies. Insgesamt sollte der Aquarium Bodengrund eine Höhe von rund 5 bis 7 cm erreichen. Nachteil am Kies ist, dass Mulm, also Pflanzenreste und Kot, langsam einsickern und dort faulen können, wenn dieser Mulm nicht regelmäßig entfernt wird. Allerdings darf er nicht vollständig entfernt werden, da hier wichtige Bakterien leben.

Sand anstelle von Kies findet immer öfter Einzug ins Aquarium. In den Sand kann kein Mulm einsickern, doch wird dieser Vorteil durch einen erheblichen Nachteil überschattet: die Wasserzirkulation ist nicht sehr tief, sondern reicht höchstens einen Zentimeter in den Sand hinein.

Tipps und Infos zur Beschaffenheit des Bodengrunds

Unabhängig von Sand oder Kies können sämtliche Farben als Aquarium Bodengrund genutzt werden, die erhältlich sind. Jedoch gilt, je dunkler die Farbe des Bodengrunds, desto besser ist der Kontrast zu Fischen und Pflanzen. Zusätzlich sollte der Aquarium Bodengrund von vorne nach hinten ansteigen, um eine gute Tiefenwirkung zu erzielen. Wichtig ist, dass der Bodengrund auch an die Bedürfnisse der Bodenfische heranreicht.

Ein wichtiger Faktor im Aquarium ist die Wasserhärte. Was genau sie aussagt, erfahren Sie auf daten.didaktikchemie.uni-bayreuth.de. Niemals darf kalkhaltiger Kies verwendet werden, da dieser den wichtigen Härtegrad des Wassers negativ beeinflussen kann. Das gilt auch für die auf dem Aquarium Bodengrund aufgesetzten Wurzeln: diese haben ebenfalls Auswirkungen auf die Wasserhärte. Deshalb sollten nur Materialien aus dem Aquarienfachhandel oder Laden für Tierbedarf verwendet werden. Neben den Fischen in den Aquarien sind Sand, Kies und Wurzeln zumeist unter Tierbedarf zu finden.