Das individuelle Aquarium selber bauen

Einen gemütlichen Abend in den eigenen vier Wänden verbringen, den Feierabend oder das Wochenende genießen und dabei die Seele baumeln lassen – bei alldem unterstützt Sie ein eigenes Wohnzimmeraquarium, das seine entspannende Wirkung auf vielerlei Arten entfaltet. Sein beruhigendes Plätschern schafft eine ruhige Atmosphäre, in der man nicht nur herrlich „abschalten“, sondern auch Kraft für den Alltag schöpfen kann.

Sie haben Lust auf ein ganz individuelles Aquarium nach eigenen Ideen und Entwürfen? Dieser Beitrag zeigt Ihnen, worauf Sie beim Anlegen eines eigenen Aquariums oder gar beim Selbstbau achten müssen.

Aquarien selberbauen – eine sichere Sache

Manchmal ist es einfach nötig, ein Aquarium selbst zu bauen, beispielsweise wenn Sie ganz bestimmte Vorstellungen von der Raumwirkung des Aquariums haben und deswegen eine Gefäßgröße benötigen, die es nicht oder nur selten im Handel zu kaufen gibt.

Prinzipiell ist es nicht kompliziert, ein Aquarium im Selbstbau herzustellen, denn eigentlich besteht es aus fünf Plexiglasscheiben, die zu einem oben offenen Kasten zusammengefügt werden. Die Schwierigkeit liegt vielmehr im vollständigen Abdichten dieser Konstruktion, denn es muss absolut wasserdicht sein. Um eine komplette Dichtigkeit zu erreichen, hat sich der Einsatz von Fugensilikon oder speziellem Aquaristiksilikon bewährt.

Um ein stabiles Rechteck zu erhalten, sollten Sie sich außerdem von jemandem beim Zusammenfügen der Plexiglasplatten helfen lassen und mit Stabilisierungsstreben arbeiten. Der Bau eines Aquariums ist daher auch als Familienprojekt für mehrere Wochenenden sehr gut geeignet.

Mit dem passenden Werkzeug arbeiten

Um ein Traumaquarium zu bauen, sollte großer Wert auf geeignetes Material gelegt werden, schließlich soll das Aquarium später dem hohen Wasserdruck standhalten können. Neben der Auswahl und dem Zuschnitt geeigneter Plexiglasplatten kommt vor allem dem verwendeten Klebstoff enorme Wichtigkeit zu. Es sollte nach Möglichkeit ein für den Aquarienbau geeignetes Spezialsilikon verwendet werden, das sich präzise verarbeiten lässt.

Der zu klebende Untergrund muss unbedingt staub- und fusselfrei gehalten werden, damit die Wasserdichtigkeit der Silikonfuge gewährleistet sein kann. Hier leistet Aceton, das mit einem fusselfreien Tuch auf die zu klebenden Stellen aufgetragen wird, einen wichtigen Dienst.

Zum Abschluss der Klebarbeiten kommt eine scharfe Klinge zum Einsatz, mit der nach außen überstehende Silikonreste sorgfältig abgeschnitten werden können – selbstverständlich erst nach etwa 24 Stunden Aushärtezeit. Die Fugen im Innenraum des Aquariums dürfen selbstverständlich nicht beschnitten werden.

Die Wunschform finden – auch für Einsteiger

Das Rechteckaquarium stellt die wohl am weitesten verbreitete Form des Aquariums dar, doch es ist bei weitem nicht die einzige. Das so genannte Panoramabecken ist dem Rechteckaquarium zwar ähnlich, seine Vorderfrontscheibe ist jedoch gestaltet wie ein Hauserker. Dadurch vermittelt das Panoramabecken mehr Tiefe und Räumlichkeit und ist allein schon wegen seiner interessanten Formgebung ein Blickfang in jeder Wohnung.

Wer es noch ausgefallener liebt, kann sich für den Bau eines Deltabeckens entscheiden. Dieses hat eine dreieckige Grundfläche und eignet sich deswegen hervorragend dazu, wenig gestaltete Raumecken zu beleben. Durch seine Form schafft es das Deltabecken außerdem, auch in beengten Raumverhältnissen Platz für Aquarien zu schaffen.

Egal, welche Form Sie für den Bau Ihres ersten Aquariums bevorzugen, mit ein wenig handwerklichem Geschick und einer sorgfältigen Arbeitsweise gelingt der Selbstbau auch motivierten Aquaristik-Einsteigern.